Gefäßchirurgie

Gefäßkrankheiten können
durch moderne Technik früh-
zeitig erkannt werden.
Die Gefäßchirurgie ist eine relativ junge und hoch spezialisierte Fachdisziplin innerhalb der Chirurgie, deren wissenschaftliche Grundlagen erst Anfang des 20. Jahrhunderts gelegt wurden. Der Franzose Alexis Carrel entwickelte die modernen gefäßchirurgischen Operationstechniken und erhielt dafür zusammen mit Charles Guthrie 1912 den Nobelpreis für Medizin. Der wahre Aufschwung kam aber erst mit der Erfindung des Heparins 1940 und der Entwicklung eines Verfahrens, Blutgefäße zu röntgen. Erst danach war es möglich, Gefäßeingriffe zu planen und Bypasses zur Durchblutungsverbesserung zu implantieren.
Wie keine zweite chirurgische Fachdisziplin durchlebt die Gefäßchirurgie einen rasanten Wandel. Das therapeutischen Spektrums wird durch die Entwicklung moderner Gefäßersatzmaterialien zunehmend erweitert. Außerdem werden immer häufiger sogenannte interventionelle Verfahren, zum Beispiel das Aufdehnen von Gefäßengstellen durch Ballons mit und ohne Implantation sog. Stents (metallene Gefäßstützen) oder die Ausschaltung von Erweiterungen der großen Körperschlagader (Aneurysma) durch die Implanation von Endoprothesen in der Behandlung angewendet.
Ballonaufdehnung bis OP
Der moderne Gefäßchirug entwickelt sich so zum umfassend ausgebildeten Gefäßmediziner, der das gesamte Behandlungsspektrum von der durch die Haut per Punktion vorgenommenen Ballonaufdehnung bis zum großen operativen Eingriff beherrscht. Im Gegensatz zu anderen Fachdisziplinen kann so für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Behandlung aus einer Hand angeboten werden.
Die behandelnden Ärzte der Gefäßchirurgie sind alle ausgebildete erfahrene Fachärzte mit zusätzlichen Qualifikationen: Chef- und leitender Oberarzt sind sog. endovaskuläre Spezialisten, der Chefarzt zusätzlich zertifizierter Wundmanager ZWM© mit besonderer Expertise in der Behandlung chronischer Wunden, beide Oberärzte sind außerdem Phlebologen mit ausgewiesener Erfahrung und großen Kenntnissen in der Behandlung von Venenerkrankungen.
Verödung von Krampfadern
Wir behandeln daher Schlagaderverschluss-Erkrankungen und Erweiterungen der Schlagader (Aneurysmen) in allen Gefäßprovinzen adäquat rekonstruktiv behandelt werden. Die Chirurgie der Venen schließt neben einer umfangreichen Krampfaderchirurgie auch die medikamentöse und operative Behandlung von Thrombosen sowie der Folgen von venösen Stauungszuständen ein (z. B. das offene Bein bzw. Ulcus cruris).
In der Krampfaderchirurgie ist uns ein ansprechendes kosemtisches Ergebnis besonders wichtig. Wir setzen daher auch interventionelle Verfahren wie die Radiofrequenzverödung der Krampfadervene (VNUS Closure fast) ein.
Außerdem befassen wir uns mit der Behandlung von Erkrankungen der Lymphgefäße sowie mit häufig mit Gefäßproblemen assoziierten Erkrankungen wie dem „diabetischen Fußsyndrom“.





