Der Sozialdienst
Der Sozialdienst im Krankenhaus ist Ansprechpartner für Patienten/-innen und deren Angehörige bei sozialmedizinischen Fragen und Problemen, die während eines stationären Aufenthaltes auftreten können oder bereits existieren.
- Der Sozialdienst kann z.B bei folgenden Fragestellungen in Anspruch genommen werden:
- Steht mir im Anschluss an meinen stationären Aufenthalt eine Rehabilitationsmaßnahme zu?
- Wie wird sie beantragt?
- Wie kann ich beim Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis beantragen?
- Wo finde ich in der Nähe meines Wohnortes Selbsthilfegruppen, die ich nach meiner Erkrankung aufsuchen kann?
- Im Rahmen meiner Erkrankung bin ich pflegebedürftig geworden. Wie sieht meine weitere Versorgung aus?
- Wo finde ich nach dem stationären Aufenthalt einen Altenheimplatz, und wer finanziert diesen?
- Wer ist mir bei der Beantragung von Leistungen aus der Pflegeversicherung behilflich?
- Meine Mutter ist seit ihrem Schlaganfall desorientiert. Benötigt sie eine rechtliche Betreuung?
- Ich habe eine Suchterkrankung. Wer ist mir bei der Suche nach einemTherapieplatz behilflich?
- Wer unterstützt mich beim Kontakt zu Ämtern (Sozialamt, Versorgungsamt etc.)?
- Wer hilft mir beim Beantragen von Leistungen?
Der psychologische Dienst
Ziele und Aufgaben
Patientinnen und Patienten leiden nicht selten unter Ängsten, depressiven Verstimmungen und anderen psychischen Belastungen. Wenn deren Abklärung dringlich ist, wird der psychologische Dienst zur diagnostischen und therapeutischen Mitbehandlung hinzugezogen.
- Beispiele für Problemstellungen und Beratung Krise nach einer Diagnose (z.B. Diabetes mellitus)
- allmähliche Akzeptanz der Erkrankung
- Furcht vor Operationen (z.B. Schilddrüse)
- Strategien zur Verringerung der Ängste
- Mutlosigkeit bei körperlichen Einschränkungen (z.B. Lähmung)
- Neubewertung der Folgen
- Psychosomatische Beschwerden (z.B. Magenkrämpfe)
- Analyse unbewältigter Konflikte
- Suizidversuch (z.B. bei Rat- und Hilflosigkeit)
- Stabilisierung von Selbstvertrauen und Zuversicht
- Depressionen (z.B. nach Prognose Krebs)
- Erarbeitung neuer Lebensperspektiven
- Persönliche Probleme (z.B. Trauer)
- Entwicklung hilfreicher Sicht- und Verhaltensweisen
Art und Form der Mitbehandlung
Die Mitbehandlung erfolgt auf Wunsch des Patienten oder auf Vorschlag des Stationsarztes. Sie verläuft in Form einer Krisenintervention oder Kurzzeittherapie, auch in Verbindung mit Entspannungsübungen. Eine gewünschte ambulante Weiterbehandlung umfasst einige Kontakte und bereitet in der Regel eine längere Therapie durch eine psychologische Praxis oder Beratungsstelle vor. Als Interventionsverfahren werden bevorzugt:
- kognitive Verhaltenstherapie
- Gesprächspsychotherapie
- Entspannungstrainings (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung)
Weitere Aufgaben
Der psychologische Dienst kann auch vom Krankenhauspersonal sowie von Áuszubildenden in Anspruch genommen werden, zum Beispiel bei arbeitsspezifischen Problemstellungen oder bei privaten Belastungen.
Der Patientendienst
Unseren ehrenamtlichen Patientendienst finden Sie in der Eingangshalle gegenüber der Telefonzentrale. Die 14 Damen dieses Dienstes sind für viele Patienten und Besucher des Marien-Hospitals oft die ersten Ansprechpartnerinnen.Patientendienst heißt ihre ehrenamtliche Tätigkeit, die seit 30 Jahren eine feste Institution im Hospital darstellt. Sie geben wichtige Informationen über Zuständigkeiten/ Kontaktpersonen und helfen bei der Orientierung innerhalb des Hauses. Sie begleiten Patientinnen und Patienten zu Untersuchungen. An diesem Patientenkontakt ist den ehrenamtlich tätigen Frauen sehr gelegen. Zeit zu haben für den Patienten, der mit seiner Erkrankung beschäftigt ist, das ist ihnen besonders wichtig. Begleiten und zuhören - das sind für den Patientendienst zwei Dinge, die zusammengehören.



